Zellulitis - Orangenhaut statt samtiger Pfirsichhaut!

Zellulitis ist ein Phänomen, das erst seit den 70-er Jahren in aller Munde ist. Vorher waren die Dellen an den Oberschenkeln der Frauen zwar bekannt – Rubens hat sie sogar gemalt – doch kein kosmetisches Problem, das die weibliche Schönheit gestört hätte! Heute ist Zellulitis dagegen ein wahres Frauenproblem, denn 70-90 Prozent aller Frauen leiden darunter.

Entstehung der Zellulitis

Hauptverantwortlich für die unschönen Dellen ist das Bindegewebe, das die Fettzellen voneinander trennt. Die Bindegewebswände sind bei Frauen schon genetisch bedingt weniger stabil als bei Männern. Hinzu kommt noch, dass die stützenden Kollagenfasern in der Haut bei der Frau nicht kreuzweise sondern parallel liegen. Fettzellen können dadurch die Kollagenfasern auseinander drücken und sich so immer weiter ausbreiten, bis sie schließlich unter die oberste Hautschicht drängen und dadurch die Orangenhaut sichtbar machen. Zusätzlich komprimieren die Fettzellen auch noch Blutgefäße und verschlechtern dadurch die Zellversorgung. Ist das Fett erst einmal gut im Bindegewebe eingelagert, setzt sich zu allem Übel auch noch Flüssigkeit rundherum ab. Die Aus- und Einbuchtungen an den Oberschenkeln werden damit noch stärker sichtbar.

Zellulitis - APOonline.at

Cremen und immer wieder Cremen

Zellulitiscremen verbessern das Hautbild nur so lange, wie sie angewendet werden. Die Haut wirkt praller und geschmeidiger, die Unregelmäßigkeiten werden recht gut kaschiert. Das Grundproblem wird jedoch kaum beseitigt. Daher müssen diese Cremen immer wieder angewendet werden, um eine dauerhafte Verbesserung sichtbar zu machen! Doch der Einsatz lohnt sich nur, wenn gleichzeitig auch Sport betrieben und das Köpergewicht reduziert wird!

Wirkstoffe, die tatsächlich helfen

Hauptsächlich werden durchblutungsfördernde Substanzen, wie Koffein oder Efeuextrakt verwendet, um den Fettabbau anzuregen oder aber wasserbindende Mittel, wie Zuckerverbindungen, die überschüssige Flüssigkeit binden sollen, und damit die Tiefe der Dellen verringern. Ein anderer Ansatz ist die Verwendung von Vitamin A. Retinol soll den Zellumsatz und die Zellteilungsrate im Bindegewebe erhöhen.

Tipp: Damit die Wirkstoffe auch in tiefere Hautschichten eindringen können, sollten sie entweder einmassiert oder für etwa 30 Minuten mit einem Okklusionsverband aus Frischhaltefolie abgedeckt werden.