Das Auge sieht rot

Rote, brennende Augen sind gerade im Hochsommer keine Seltenheit. Zugluft, Klimaanlagen, zu starkes Sonnenlicht, chloriertes Schwimmbadwasser, Wind und natürlich verschiedene Allergene oder kleine Fremdkörper können die Bindehaut des Auges leicht gereizt reagieren lassen. Als Reaktion darauf kommt es zu einer stärkeren Durchblutung der Bindehaut – das typisch rote Auge wird sichtbar.

Umwelteinflüsse

Wer hat nicht schon einmal nach einer langen Nacht rote, gereizte Augen gehabt. Übermüdung, Überanstrengung, trockene Luft, Rauch und Alkohol sind hier meist der Auslöser für die Augenreizung. Aber auch zuviel Bildschirmarbeit und zu langes Tragen von Kontaktlinsen können das Auge gereizt reagieren lassen. Zudem können manche Umwelteinflüsse wie ein rotes Tuch für die Augen wirken: Staub, Abgase, Wind, Zugluft, Hitze, Kälte und UV-Strahlung sorgen daher oft für rote Augen.

Augen

Sonne im Auge

Scheint die Sonne direkt in das ungeschützte Auge, wird es regelrecht geblendet und kann nur wenig oder gar nichts erkennen. Da die Pupille den Lichteinfall nur begrenzt reduzieren kann, beginnen wir die Lider zusammenzukneifen, damit das Sonnenlicht nicht mehr so intensiv ist. Trotzdem ist bei starker Sonne das Sehen anstrengend und lässt das Auge rasch gereizt reagieren. Sonnenschutz für das Auge ist keine Erfindung unserer Zeit, denn die ersten farbig getönten Brillengläser gab es bereits im 15. Jahrhundert.

Allergisch gereiztes Auge

Von Januar bis Ende September sorgt Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Kräutern bei Allergikern für große gesundheitliche Probleme. In der sommerlichen Hochzeit des Pollenfluges enthält ein Kubikmeter Luft bis zu 500 Gräser- und Kräuterpollen – Hochsaison für Allergiker! Dennoch ist der Heuschnupfen nur eine mögliche Ursache von roten Augen. Auch andere Allergene wie Hausstaubmilben, Nahrungsmittel, Kontaktlinsen-Pflegemittel, Konservierungsmittel oder Tierhaare können für eine lästige Entzündung der Bindehaut sorgen.

Chemische Stoffe - direkte Reizung

Oft wirken chemische Stoffe nicht als Allergen, sondern schädigen das Auge direkt. Vor allem Kosmetika und hier natürlich besonders Wimperntusche, Seife, gechlortes Wasser und Kontaktlinsen-Reinigungsmittel können schnell zu einer Augenreizung führen. Antiallergische Augentropfen führen hier nicht zu einer Linderung der Beschwerden. Besser sind benetzende Augentropfen, die die Reizstoffe rasch ausspülen können.

Schädliche Weißmacher?

Rote Augen sind natürlich nicht schön, daher greifen viele gerne zu so genannten Weißmachern. Diese Augentropfen wirken gefäßverengend und bekämpfen die Reizung und Rötung für einige Stunden. Die Ursache der Erkrankung wird aber nicht behoben, daher kehrt die Rötung der Augen meist schnell zurück. Patienten, die dann erneut zum Weißmacher greifen, können daher in einen Teufelskreis geraten. Diese Augentropfen sind deshalb nur kurzfristig, bei gelegentlichen Augenreizungen deren Ursache bekannt ist, empfehlenswert. Zu starke Lichtreizung oder eine falsche Wimperntusche sind solche Beispiele. Gegen leichte, länger anhaltende Augenreizungen haben sich neben homöopathischen Augentropfen vor allem Präparate mit Hyaluronsäure gut bewährt, die neben einer guten Augenbenetzung auch sanfte antientzündliche Wirkung haben.

Augenschutz

  • Sonnenbrille mit hohem UV-Schutz
  • Schwimmbrille
  • Schutzbrille auch bei Fahrtwind
  • Weichen Sie beim Grillen der Rauchwolke aus
  • Milde Augentropfen beruhigen
  • Augentropfen mit künstlicher Tränenflüssigkeit eignen sich auch zum Ausspülen von Fremdkörpern
  • Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin A und Lycopin schützen das Auge zusätzlich vor Sonneneinstrahlung