Essen und Pflegen für zwei?

Die Meinung, dass man in der Schwangerschaft für zwei essen muss, stimmt nur teilweise nicht. Die doppelte Menge zu essen ist sicher falsch, richtig hingegen ist, für eine bedarfsgerechte Ernährung für zwei zu sorgen, denn die gesamte Ernährung des Fötus erfolgt allein durch die Nabelschnur. Der Energiebedarf einer Schwangeren unterscheidet sich gar nicht so sehr vom normalen Kalorienbedarf. 2000 Kalorien täglich braucht eine Frau im Normalfall und in der Schwangerschaft ist dieser Kalorienbedarf kaum erhöht. Eine ausgewogene Kost mit Milchprodukten, Gemüse, Obst, Getreide und wenig Eiern und Fett ist für Mutter und Kind optimal. Der Anteil der Kohlehydrate sollte dabei über 50 Prozent liegen. Vollkornprodukte, die zusätzlich einen hohen Ballaststoffanteil haben, eigenen sich auch gut um eine eventuelle Verstopfung zu vermeiden. Wichtig ist dabei jedoch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, damit die Ballaststoffe gut quellen können.

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Vitamine

Wichtigstes Vitamin in den ersten Wochen der Schwangerschaft ist Folsäure. Ein Mangel an Folsäure kann zum gefürchteten Neuralrohrdefekt und damit zu schweren Missbildungen beim Kind führen. Zusätzlich haben Schwangere einen leicht erhöhten Vitamin-B Bedarf. Spezielle Multivitaminpräparate für Schwangere und Stillenden decken den gesamten täglichen Vitaminbedarf optimal ab.

Mineralstoffe

Obwohl in der Schwangerschaft die Eisenresorption erhöht ist und das Menstruationsblut wegfällt, entwickeln viele Frauen gegen Ende der Schwangerschaft eine Eisenmangelanämie. Die Einnahme von Vitamin C kann die Eisenaufnahme auch aus der Nahrung deutlich verbessern. Wichtig zu wissen ist auch, dass in der Schwangerschaft der Tagesbedarf an Magnesium und Jod deutlich erhöht ist. Während der Eisen- und Jodbedarf durch ein Multivitaminpräparat mit Mineralstoffen und Spurenelementen gut abgedeckt werden kann, empfiehlt es sich Magnesium am besten in Form einer Brause einzunehmen.

Gefürchtete Schwangerschaftsstreifen

In der Schwangerschaft muss sich die Haut enorm stark ausdehnen. Dies ist überhaupt nur möglich weil die Kollagenfasern des Bindegewebes bei der Frau parallel und nicht wie beim Mann kreuzweise liegen. Zusätzlich führt der veränderte Hormonhaushalt in der Schwangerschaft zu einem hohen Östrogenspiegel und dadurch zu einem schnelleren Abbau der kollagenen und elastischen Fasern. Die Haut wird dadurch sehr schnell dehnbar, aber durch diese Dehnung können auch die gefürchteten Risse entstehen.

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Keine Dehnungsrisse?

Die beste Vorbeugung ist das Vermeiden einer übermäßigen Gewichtszunahme. Darüber hinaus können Massagen und Behandlungen mit Ölen oder Feuchtigkeitscremes die Haut geschmeidiger und leichter dehnbar machen. Durch Zupfmassagen wird die Haut besser durchblutet und schon sanft an eine Dehnung gewöhnt. Salben und Lotionen, die zum Beispiel Jojoba-, Mandel oder Weizenkeimöl enthalten pflegen die Hautoberfläche optimal und beugen so möglicherweise Hautrissen vor.