Besser heute als morgen Nichtraucher werden

Diskussionen über Erhöhungen der Zigarettenpreise und Rauchverbote in Lokalen und öffentlichen Gebäuden können Raucher scheinbar nicht abschrecken. Auch abschreckende Sprüche und Bilder auf Zigarettenpackerln scheinen den Griff zur Zigarette nicht zu beeinträchtigen. Der Glimmstängel erregt und entspannt gleichzeitig und kann sogar Angst verringern. Darum bleiben viele ihm treu, in guten wie in schlechten Zeiten - bis ins Grab.

Anfangen oder Aufhören?

Natürlich wäre es gut aufzuhören. Mehr als 80 Prozent der Raucher würden gern qualmfrei leben. Zwei Drittel von ihnen hat mindestens einen Versuch aufzuhören hinter sich – leider erfolglos. Ein Grund mehr, am besten gar nicht mit dem Rauchen anzufangen. Doch Österreich hat vor allem bei den jungen Rauchern eine geradezu beängstigende Statistik!

Noch raucht es vielerorten - APOonline.at

Rauchen – Krebsgefahr Nr. 1

Es ist heute eindeutig erwiesen, dass Rauchen die wesentlichste Einzelursache für Krebserkrankungen ist. Tabakrauch enthält viele krebserzeugende Stoffe, die nicht nur Lungenkrebs, sondern auch Lippen, Zungen, Rachen, Kehlkopf und Speiseröhrenkrebs fördern.

Gefährlicher Chemie-Cocktail

Tabakrauch ist ein wahrer Chemie-Cocktail, der neben Nikotin ungefähr 4.000 weitere chemische Substanzen enthält. Durch das Einatmen des Rauches gelangen auch zahllose feste Teilchen in die Atemwege. Diese müssen von dem Sekret der Atemwege festgehalten werden, damit sie nicht die Lunge erreichen. Unermüdlich sind Flimmerhäarchen in den Atemwegen damit beschäftigt, das Atemwegssekret aus den Bronchien heraus in den Rachen zu transportieren, wo es heruntergeschluckt wird. Durch andauernde Rauchbelastung kommt es folglich zu einer gesteigerten Produktion des zähen Schleims. Typische Reaktion auf die vermehrte Schleimproduktion ist der charakteristische Raucherhusten.

Raucherhusten

Eine Alternative zum Rauchen aufgeben gibt es nicht, wenn man den Raucherhusten wirklich besiegen will. Aber das setzt natürlich den Willen zur Verhaltensänderung voraus. Ist es bereits zu Symptomen wie Raucherhusten oder Husten infolge einer chronischen Bronchitis gekommen, sollten diese nicht unterdrückt, sondern das Abhusten des zähen Schleims, der teils giftige Fremdstoffe enthält, erleichtert werden. Ideal dafür sind schleimlösende Wirkstoffe.

Ein einziger "Lungenzug" genügt

Durch einen einzigen Lungenzug werden die Gehirnzellen bereits mit Nikotin "überschwemmt". Nikotin bindet im Gehirn an bestimmte Rezeptoren der Nervenzellen und aktiviert sie. Die anregenden Gefühle der Zigarette werden so gesteuert. Allerdings sind die Gehirnzellen nur wenige Sekunden für Nikotin aufnahmefähig. Eigentlich ist es daher völlig unklar, warum Raucher überhaupt eine ganze Zigarette rauchen.

Unterschiedliche Rauchertypen

Jeder Süchtige raucht aus verschiedenen Gründen und in verschiedenen Situationen, sei es, um Unsicherheiten im Umgang mit Fremden zu überspielen, um sich abends zu entspannen oder um im Beziehungsstreit ruhig zu bleiben. Hinzu kommt, dass jeder Raucher unterschiedlich schwer abhängig ist. Der Wille mit dem Rauchen aufzuhören wird alleine in den seltensten Fällen ausreichen.

Nikotinersatztherapie – Hilfe auf dem Weg zum Nichtraucher

Der schwere Kampf gegen die Zigaretten lässt sich mit dem passenden Nikotinersatz viel leichter gewinnen. Dabei sind es oft gar nicht so sehr körperliche Entzugserscheinungen, die das Aufhören so schwer machen, sondern auch die psychische Seite, dass das Rauchen nämlich zu einer lieben Gewohnheit geworden ist, die unverzichtbar scheint, machen das Aufhören so schwierig. Ersatzhandlungen wie Kaugummikauen oder das Halten eines Nikotininhalators bieten psychische Unterstützung, Nikotinsubstitution hilft gegen die körperlichen Entzugssymptome!