Unschöne Narben

Im Laufe des Lebens hinterlässt so manche Verletzung sichtbare Spuren auf der Haut. Damit die Narben aber möglichst unsichtbar werden, gibt es ein paar Tricks. Wenn die Haut bis in die tieferen Schichten der Lederhaut verletzt wird, entstehen Narben. Der Körper repariert die Wunde mit Bindegewebe. Dieses Bindegewebe ist aber uneben, weniger elastisch und schlechter durchblutet, als der normale Hautaufbau. Deshalb sind Narben meist dicker, wulstiger und können, wenn sie auf Gelenken liegen auch bei jeder Bewegung spannen. Damit sich möglichst rasch neues Gewebe bildet, verschließt der Körper nämlich Wunden mit dünnen Streifen von Kollagenfasern anstatt langsam ein neues, starkes Fasergeflecht aufzubauen. Neue Haut, die sich auf diesem Kollagengerüst aufbaut, bildet daher ein helles, weniger flexibles Narbengewebe. Reicht die Bildung des wundschützenden Bindegewebes nicht aus, um den Wundbereich vollständig zu schützen, können atrophische Narben entstehen. Bekannteste Form dabei sind Aknenarben. Regelrechte Vertiefungen in der Haut beleiben sichtbar zurück.

Narben - APOonline.at

Narbenkeloid – was ist das?

Durch einen Überschuss an Gewebebildung kann die Narbe über das Hautniveau hinaus wachsen. Keloide hingegen wachsen meist zungenförmig über die eigentlichen Wundränder hinaus. Jucken, Brennen und Rötungen kommen bei Keloiden weit häufiger vor. Ob man zu diesen Hautwucherungen neigt, ist leider schon genetisch vorgegeben, außerdem sind Frauen, Kinder und Menschen mit dunkler Hautfarbe besonders anfällig für diese Narbenkeloide.

Salben zur Narbenpflege

Ziel jeder Narbenbehandlung ist es, nicht nur ein besseres kosmetisches Ergebnis zu erzielen, sondern das Gewebe um die geschlossene Wunde elastischer und belastungsfähiger zu machen. Dies gelingt am besten durch das Einmassieren von speziellen Salben. Darin enthaltene Wirkstoffe wie Allantoin, Dexpanthenol und Harnstoff machen das Gewebe weich und geschmeidig. Der Zusatz von Heparin fördert nicht nur die Durchblutung sondern lockert auch die Gewebsstruktur auf, ist entzündungshemmend und fördert die Wasserbindung im Narbengewebe. Allantoin zeigt neben seiner reizmildernden Wirkung auch einen positiven Einfluss auf die Wundheilung.

Narbenpflaster

Für eine bessere Narbenheilung muss das Pflaster gar keinen Wirkstoff enthalten. Der hauteigene Regenerationsprozess wird bereits durch die Bildung eines idealen Hautklimas geschaffen. Das Pflaster sollte daher wie eine zweite Haut anliegen, dabei aber doch einen Sauerstoffaustausch ermöglichen. Die Enzymtätigkeit und die Stoffwechselvorgänge in der Haut werden auf diese Weise angeregt. Besondere Erfolge können dabei mit Silikon-Gel Folien in Pflasterform erzielt werden. Mittlerweile gibt es Silikon auch als Creme, die an verschiedenen Körperregionen leichter aufgetragen werden kann.