Beinahe jeder kennt sie, jeder Dritte leidet darunter - die schmerzhaften Bläschen an Mund und Nase

Das heimtückische daran ist, dass fast alle Menschen das Herpes Simplex-Virus in sich tragen, die erste Infektion bleibt aber oft unbemerkt. Fieberblasen sind typische Symptome einer Zweitinfektion. Die Erstinfektion erfolgt in der Regel schon im Kindesalter. Der kleine Lichtblick, wer in seiner Kindheit niemals auch nur eine Fieberblase bekommen hat, wird sie vermutlich auch nie bekommen. Allerdings zählen nur knapp 10% der Bevölkerung zu diesen glücklichen Menschen, denn die Durchseuchungsrate mit dem Herpes-Virus ist sehr hoch.

Immer wieder Fieberblasen - APOonline.at

Virus bleibt im Körper

Die erste Infektion mit dem Virus ist sehr harmlos und heilt schon nach wenigen Tagen von selbst ab. Allerdings kann das Virus für das Immunsystem unerkennbar und daher unangreifbar in einigen Nervenzellen weiter überleben. Diese infizierten Zellen dienen quasi als lebenslanges Erregerreservoir. Sobald das Immunsystem des Infizierten geschwächt ist, kann es daher zu einer erneuten Reinfektion kommen. Als Auslöser für diese erneute Virusvermehrung kommen Hautreizungen, wie Verbrennungen, starke Sonnenbestrahlung, Verletzungen, Nervenreizung beispielsweise im Rahmen einer zahnärztlichen Behandlung, oder Stress, Menstruation, Fieber oder andere Infektionskrankheiten in Frage.

Bläschen nicht nur an der Lippe

Die Herpes-Simplex-Erkrankung beginnt häufig mit Juckreiz und Spannungsgefühl am Lippenrand. Erst danach entstehen die typischen Bläschen, die zu Krusten eintrocknen und nach etwa einer Woche abheilen. Mitunter können jedoch auch andere Stellen im Gesicht, wie Nase, Kinn oder Wangen und sogar Oberschenkel betroffen sein.

Fieberblasencreme hemmt Vermehrung des Virus

Die meisten Fieberblasencremen verhindern die Vermehrung des Virus. Das besondere daran ist, dass sie nur in den infizierten Zellen wirken, weil der Arzneistoff erst durch ein spezielles, Herpes-Virus eigenes Enzym aktiviert werden muss. Unerwünschte Nebenwirkungen sind daher selten. Auf der anderen Seite ist natürlich klar, dass diese Medikamente nur dann optimal wirken können, wenn sich das Virus noch nicht stark vermehrt hat. Sie müssen daher bei den allerersten Anzeichen einer drohenden Fieberblase verwendet werden. Auch der pflanzliche Melissenextrakt verhindert die Ausbreitung der Virusinfektion von Zelle zu Zelle, indem dafür notwendige Rezeptorstellen an der Zelloberfläche blockiert werden. Fieberblasencremen können allerdings immer nur Beschwerdezeit verkürzen und die Bläschen verkleinern, nicht aber die Fieberblase vollkommen vermeiden.

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Stärkung des Immunsystems

Wer immer wieder unter Fieberblasen leidet, sollte seine Abwehrkräfte stärken, denn nur ein schwaches Immunsystem lässt eine Reinfektion mit dem Herpes-Virus zu. Besonders gut geeignet sind dafür pflanzliche Medikamente aus Echinacea, Schwalbenwurz, Schwarzkümmelöl und natürlich alle Vitamin und Mineralstoffpräparate.

Herpes und Multiple Sklerose

Die Idee, dass Multiple Sklerose (MS) ein Virusinfekt sein könnte, ist nicht neu. Die meisten MS-Kranken zeigen nämlich deutlich erhöhte Werte von Antikörpern gegen dieses Virus im Blut. Allerdings ist davon nur ein ganz bestimmter Herpes-Virus Typ betroffen, nämlich HHV-6. Alle anderen der bis jetzt bekannten 8 Herpes-Virustypen sind in den Nervenscheiden von MS-Patienten nicht erhöht nachweisbar. Wer hin und wieder unter Fieberblasen leidet, braucht sich daher keine Sorgen machen. Für MS-Patienten hingegen kann eine Herpes-Therapie auch wenn sie keine Bläschen haben, sinnvoll sein.