Die Angst vor dem Vergessen

Demenzerkrankungen werden immer häufiger. Kommt im Moment noch auf etwa 60 Erwerbstätige nur 1 Demenzkranker, rechnet man in den nächsten 20 Jahren schon mit 1 Betroffenen auf etwa 17 Erwerbstätige. Zahlen, die uns allen Angst machen.

Demenz wird immer dabei gerne sofort mit Alzheimer in Verbindung gebracht. Doch es gibt viele unterschiedliche Formen der Demenz: Mit fast 80 Prozent aller Fälle ist Alzheimer zwar die häufigste Ursache für die Altersvergesslichkeit, allerdings knapp gefolgt von der so genannten vaskulären Demenz, bei der Blutgefäße des Gehirns, etwa in Folge eines Schlaganfalls, geschädigt sind. Daneben gibt es noch zahlreiche andere, weitaus weniger untersuchte Formen der Demenz; Vor allem psychiatrische Probleme wie schwere Depressionen, neurotische Störungen und Mangelernährungen scheinen dabei ebenfalls eine entscheidene Rolle zu spielen. Die Unterschiede dieser verschiedenen Demenzformen beziehen sich im Wesentlichen auf den Verlauf und die Beschwerden der Krankheit. Während bei der Alzheimer-Demenz ein überwiegend kontinuierliches Nachlassen der Gedächtnis- und Intelligenzfähigkeit typisch ist, stehen bei anderen Demenzerkrankungen statt Gedächtnislücken eher Veränderungen der Persönlichkeit und des Verhaltens im Vordergrund. Die betroffene Person verhält sich beispielsweise auffallend aggressiv und launisch. Beschwerden wie Sprachprobleme oder geistige Abwesenheit können hier erste Symptome sein.

Demenz - APOonline.at Wie viel Vergessen ist normal?

Dass man mit höherem Alter vergesslicher wird, ist ganz normal; doch wo liegen die Grenzen? Sich an einen Namen nicht erinnern zu können, einmal das richtige Wort nicht finden, sind ganz alltägliche Probleme. Solange sie einem selbst noch auffallen, kann die Krankheit noch nicht weit fortgeschritten sein, doch trotzdem sollte man diese Alarmsignale ernst nehmen. Im besten Fall zeigen sie mangelnde Konzentration oder Stress an; ebenfalls Faktoren, die man ändern sollte. Kommen diese geistigen Aussetzer öfter vor, sprechen Mediziner von Mild Cognitive Impairment (MCI), einem Vorstadium einer Demenz, das aber noch nicht sicher für eine ernste Erkrankung ist. Nur etwa 20 % der MCI-Patienten entwickeln nämlich im Laufe der Jahre tatsächlich ein Demenzsyndrom. Im Stadium der MCI sind jedoch Frühmaßnahmen besonders wirksam und können das Fortschreiten der Erkrankung eindeutig verzögern! Bis sich eine tatsächliche Demenz manifestiert, können viele Jahre vergehen, die man gut nützen kann, um den Krankheitsverlauf zu verzögern! Die Substitution mit bestimmten Nahrungsergänzungen und v.a. spezielles Gehirntraining stellen hier sehr gute Möglichkeiten dar.

Hoher Cholesterinspiegel - früher Risikofaktor

Eine Hypercholesterinämie muss zunehmend auch als Risikofaktor für Demenzerkrankungen angesehen werden. Für Demenz typische Ablagerungen im Gehirn korrelieren nämlich bereits im mittleren Lebensalter mit einem hohen Cholesterinspiegel. Erhöhte Cholesterinwerte stellen daher bereits im jungen Lebensalter einen klaren Risikofaktor für Demenzerkrankungen dar. Aus diesem Grund wird bereits lange diskutiert, ob eine Therapie mit Cholesterinspiegelsenkern auch als Demenzprophylaxe sinnvoll sein kann. In diesem Zusammenhang wurde auch der Einfluss von Omega-3 Fettsäuren auf das Demenzrisiko untersucht.

Gingko – Verbesserung des Mini-Mental-Status

Ein aus dem Ginkgobaum gewonnener Extrakt ist als Arzneimittel anerkannt. Ginkgo sorgt nicht nur für eine bessere Sauerstoffversorgung in Gefäßen und Gewebe, sondern auch für bessere Fließeigenschaften des Blutes und Stabilisierung der Gefäßwände. Gefäßverkalkungen können daher verhütet werden. Tatsache ist auch, dass eine Ginkgo-Therapie beim typischen Demenztest, dem Mini-Mental-Status-Test, zu einem besseren Abschneiden führt.

Gedächtnisspiele gegen Demenz

Immer wieder ist im Zusammenhang mit Demenz von Gehirn-Jogging die Rede. Je früher dieses Gehirntraining begonnen wird, desto höher sind natürlich die Erfolgschancen. Kreuzworträtsel, mathematische Aufgaben oder das laute Lesen von klassischer Literatur helfen dem Gedächtnis ebenfalls auf die Sprünge. Auch verschiedene CDs mit unterschiedlichen Lernprogrammen sind hilfreich, setzen jedoch den gewohnten Umgang mit einem Computer voraus.