Gereizte Augen – Spiegel der Umwelt

Geringe Luftfeuchtigkeit, erhöhte Ozonwerte, stärkere UV-Belastung sowie lange Bildschirmarbeit begünstigen Augenprobleme. Trockene Augen entstehen durch eine Benetzungsstörung der Augenoberfläche aufgrund von mangelndem oder mangelhaftem Tränenfilm. Mit jedem Lidschlag wird alle 5-10 Sekunden ein dünner Tränenfilm über den Augapfel verteilt und legt sich schützend über Horn- und Bindehaut. Pro Minute werden auf diese Weise circa 16 Prozent der Tränenflüssigkeit getauscht und damit gleichzeitig kleine Fremdkörper ausgeschwemmt. Zusätzlich wird die Hornhaut mit Sauerstoff versorgt und durch die ebenfalls enthaltenen keimtötenden Substanzen das Auge vor Infektionen geschützt.

Auge

Ozon- und UV-Belastung

Durch die geringere Ozonschicht kommt es zu einer deutlich höheren UV-Einstrahlung. Extreme UV-Belastung, wie sie im Hochgebirge entsteht, kann die äußere Hornhautschicht der Augen wie bei einem Sonnenbrand regelrecht verbrennen. Die Folge davon sind starke Schmerzen, Tränenfluss, übermäßige Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen. Sonnenbrillen sind daher sicherlich kein Schönheitsmerkmal sondern ein absolut notwendiger Augenschutz!

Lebensraumbelastungen

Neben der, durch Heizungen und Klimaanlagen trockenen Raumluft, ist vor allem die Computerarbeit ein Feind der Augen. Einerseits wimmelt es rund um den Bildschirm von elektrostatisch aufgeladenen Staubteilchen, die das Auge permanent reizen, andererseits wird durch das konzentrierte Starren auf den Monitor seltener geblinzelt. Das Auge wird zusätzlich zu den austrocknenden Faktoren noch weniger befeuchtet. Künstliche Tränenflüssigkeit auf der Basis von hochmolekularen, hydrophilen Polymeren (Carbomer, Polyvinylpolymere) Zellulosederivaten oder Hyaluronsäure haben eine größere Viskosität als natürliche Tränen, und lindern dadurch dieses „office-eye-syndrom“. Praktisch sind hier vor allem Einmaldosen, die man immer bei sich tragen kann!

Kontaktlinsenverträglichkeit

Während des Tragens von Kontaktlinsen gelangt weniger Sauerstoff an die Hornhaut. Deshalb sollten die Linsen niemals 24 Stunden getragen werden (Wegwerflinsen!), um dem Auge eine vollständige Regeneration zu ermöglichen. Während des Schlafes ist die Sauerstoffversorgung des Auges ebenfalls reduziert. Erst eine etwa 2-stündige Tragepause tagsüber, garantiert eine sehr gute Verträglichkeit. Augentropfen können das Auge zusätzlich benetzen und den Tragekomfort erhöhen. Wichtig ist, dass bei weichen Kontaktlinsen möglichst nur konservierungsmittelfreie Augentropfen verwendet werden sollten! Bei harten Linsen stellen Konservierungsmittel hingegen kein Problem dar.