Die Zahl der Allergiker steigt ständig an – die Therapieoptionen sind jedoch überschaubar

Die Nase läuft, die Augen jucken und man fühlt sich einfach nur elend: Der Heuschnupfen hat wieder zugeschlagen. Die beste Therapie wäre, Pollen zu meiden, doch das ist kaum möglich. Die Beschwerden können durch Nasenspray oder Tabletten nur gelindert werden; eine wirkliche Heilung gibt es leider nicht. Viele Betroffene sind deshalb enttäuscht; nicht immer helfen die vom Arzt verschriebenen.

Medikamente in ausreichendem Maß. Auch die Nebenwirkungen – hier vor allem Müdigkeit – machen die Therapie nicht unproblematisch. Als Ausweg wird die Immuntherapie angesehen, die manchmal auch „Allergieimpfung“ genannt wird.

Allergie - Nicht jedem kann optimal geholfen werden

Immuntherapie – zur richtigen Zeit beginnen

Mit der Therapie versucht man, den Körper langsam an die allergenen Stoffe zu gewöhnen. In regelmäßigen Abständen werden daher die allergieauslösenden Stoffe aus den Pollen in winzigen Dosen unter die Haut gespritzt (Subkutane Immuntherapie/SCIT). Noch einfacher und weniger zeitaufwendig ist es, die unschädlich gemachten Pollen in Form von Tabletten oder Tropfen einzunehmen (Sublinguale Immuntherapie/ SLIT). Durch ständigen Kontakt mit den Stoffen soll der Körper lernen, nicht mehr überempfindlich zu reagieren, sodass die allergische Reaktion schließlich ganz ausbleibt. Begonnen wird diese Immuntherapie möglichst im Winter, wenn die Allergiebelastung naturgemäß am geringsten ist.

Nicht alle zufrieden

Nur etwa jeder Zweite profitiert wirklich von der Immuntherapie. Der Therapieerfolg hängt dabei von den Proteinen in den Pollen ab, gegen die man allergisch ist. Gräserpollen enthalten nämlich Hunderte von Proteinen, aber nur ganz wenige davon lösen die typischen Heuschnupfenbeschwerden aus. In Birkenpollen sind das zum Beispiel die Eiweiße mit den Namen Bet v1, in Gräserpollen Phl p1 und Phl p5. Die Kürzel stehen dabei für die lateinischen Begriffe der P anzen: Betula verrucosa und Phleum pratense. Mit einer neuen Nachweismethode kann nun herausgefunden werden, auf welches Allergen man tatsächlich überempfindlich reagiert, und damit, ob die Immuntherapie überhaupt ein Erfolg sein kann. Diese neue Nachweis- methode wird molekulare oder komponentenbasierte Allergiediagnostik (Component-Resol- ved Diagnostics/CRD) genannt und ist an den meisten Allergiezentren bereits bekannt.

Bei Insektenallergien sehr erfolgreich

Es gibt vielversprechende Ansätze, wie die PollenImmuntherapie noch wirksamer gemacht werden kann, denn bei Bienen- oder Wespenallergie liegen die Erfolgschancen bei über 80 %. Versucht wird dabei entweder, die Pollen chemisch zu verändern, oder sie sogar direkt über die Bronchien oder Nasenschleimhaut zu verabreichen. Bis hier bahnbrechende Erfolge erzielt werden können, wird allerdings noch Zeit vergehen.

Neue Erkenntnisse

In einer noch laufenden Studie am Institut für Immunologie der MedUni Wien wurde festgestellt, dass sich die Anfälligkeit für Allergien durch die vermehrte Ausschüttung von regulatorischen T-Zellen vermindern lässt. Diese neuen Erkenntnisse könnten künftig dazu führen, dass man Allergikern bereits vor dem Ausbrechen der Allergie helfen kann.

Alternative Heilmittel

  • Tragantwurzel wird in der chinesischen Medizin schon seit Tausenden von Jahren eingesetzt. Der Wurzelextrakt wirkt regulierend auf das Immunsystem und unterdrückt dadurch die allergischen Symptome.
  • Schwarzkümmelöl greift im Körper durch seinen hohen Gehalt an Gammalinolensäure in das Allergiegeschehen ein und unterdrückt dadurch ebenfalls die Immunreaktion auf die Allergene.
  • In der Phytotherapie hat ein Mazerat aus Johannisbeeren den Ruf eines pflanzlichen Cortisons. Mehrmals täglich ein paar Tropfen können die allergische Reaktion lindern.

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